Die Schweiz gehört mit zu den besonders hochentwickelten Ländern in Zentraleuropa und behauptet weltweit einen der führenden Plätze hinsichtlich des Pro-Kopf-Einkommens der Bevölkerung.

Obwohl die Schweiz keine Bodenschätze hat, ist sie auf Weltmärkten durchaus konkurrenzfähig, wirtschaftlich stabil und verzeichnet einen hohen Beschäftigungsgrad.

Die Schweizer Wirtschaft zählt zu den weitestgehend liberalen und konkurrenzfähigen Wirtschaftsmodellen der Welt. Zu den am besten entwickelten Industriebereichen gehören Metallverarbeitung, Maschinenbau, Werkzeugmaschinenbau, Produktion von Computertechnik, Verkehrsmitteln, Uhren, pharmazeutische, Chemie-, Nahrungsmittelindustrie. Die Schweiz gehört ferner mit zu den maßgebenden Finanzzentren der Welt.

Die Festigkeit der Schweizer Währung, die politische und wirtschaftliche Stabilität des Landes, deren vorteilhafte geographische Lage und ihr mildes Klima: Die Gesamtheit dieser Faktoren macht die Schweiz zu einem äußerst attraktiven Standort für unternehmerische Aktivitäten und das Leben im Allgemeinen.

Es gibt noch einen Faktor, der für ausländische Investoren nicht unbedeutend ist. Es ist das Schweizer Steuersystem. Die Steuern in der Schweiz unterschreiten sowohl für juristische als auch für natürliche Personen vielfach die Steuersätze in vielen anderen europäischen Ländern. Der gesamte Steuerbetrag für eine juristische Person überschreitet in der Regel 25 % nicht.

Außerdem sieht das traditionelle Besteuerungssystem bestimmte Steuervergünstigungen für einige Betriebstypen vor.

In der Schweizer Steuergesetzgebung funktioniert das Drei-Ebenen-Besteuerungssystem, bestehend aus den Bundes-, Kantonalsteuern und den regionalen Gemeindesteuern. Die Bundessteuer gilt für das ganze Bundesgebiet, während jeder Kanton seine eigene Steuergesetzgebung kennt. Regionale Gemeindesteuern werden gleichfalls von den regionalen Behörden selbständig festgelegt (auf der Gemeindeebene). Diese Besonderheiten des Schweizer Steuersystems sind durch den föderalistischen Aufbau des Landes bedingt.

Sowohl Privatpersonen als auch Firmen, die auf dem Territorium des Landes angesiedelt und unternehmerisch aktiv sind, werden besteuert.

Zur Festlegung der Besteuerungsstufe für juristische Personen werden die gesamten Einnahmen von ihren Aktivitäten in verschiedenen Ländern berücksichtigt. Einnahmen von Liegenschaften im Ausland und von Auslandsfilialen werden in der Schweiz in der Regel nicht besteuert. Allerdings werden diese Einnahmen bei der Steuersatzfestlegung berücksichtigt.

Der Bundessteuersatz beträgt 8.5% vom steuerpflichtigen Einkommen. Da aber diese Steuer den wirtschaftlich begründeten Aufwendungen zugeordnet werden kann, beträgt der tatsächliche Steuersatz lediglich 7.8%. Auf der Bundesebene gibt es keine Kapitalsteuer.

Zusätzlich zur Gewinnsteuer gibt esauf Bundesebene die Mehrwertsteuer (8 %), die landesweit gültig ist.

Kantonale und regionale Steuern (inkl. Gewinn-, Kapital- und Kirchensteuern) schwanken je nach Kanton und Gemeinde zwischen 6% und 26%. Daher werden für Firmengründung oft die Kantone Zug, Obwalden und Schwyz gewählt.

Die kantonalen Kapitalsteuern schwanken zwischen 0.01 % und 0.6 %. Der Kapitalsteuersatz wird auf Aktienkapital, freie Reserven, unverteilten Gewinn, legale Reserven sowie auf stille Reserven angewendet, die aus dem steuerpflichtigen Gewinn gebildet wurden. Auf der kantonalen Ebene gibt es keine MWSt. Werden von einem Unternehmen auf dem Territorium von zwei und mehr Kantonen Geschäfte vorgenommen, ist für diesen Fall die Trennung steuerpflichtiger Einnahmen in der Schweizer Gesetzgebung vorgesehen, um auf diese Weise die überkantonale Doppelbesteuerung zu vermeiden.

Einige Kantone wie Jura, Neuchatel, Bern, St. Gallen, Solothurn bieten weitere Möglichkeiten an, um neue Investitionen aus dem Ausland heranzuziehen. Für bestimmte Gewerbezweige ist die Möglichkeit zusätzlicher Steuervergünstigungen vorgesehen.

Zu den Grundsteuern, die natürliche Personen zu entrichten haben, zählen die Einkommenssteuer und die Vermögenssteuer. Unter natürlichen Personen sind Privatpersonen und Genossenschaften zu verstehen.

Die Schweiz hat mit 69 Ländern Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen, darunter auch mit Kasachstan, Russland und der Ukraine. Mit den Abkommensstaaten können Doppelbesteuerungen gemildert oder vermieden werden, allerdings gehen damit auch erhöhte Informationsaustauschpflichten einher.

Steuervorteile für einzelne Unternehmensformen

Domizilgesellschaften

Bei Domizilgesellschaften handelt es sich um die Unternehmen, die sich ausschließlich auf Märkten außerhalb der Schweiz betätigen, d.h. sowohl Lieferanten, als auch Käufer müssen sich außerhalb der Schweiz befinden, und keinerlei Waren dürfen in die Schweiz gelangen.

Betriebe dieses Typs sollen folgenden Anforderungen genügen:

  • Domizilgesellschaften sind nicht berechtigt, ein eigenes Büro in der Schweiz zu haben, noch auf dem Territorium des Landes irgendwie tätig zu sein (mit einigen Ausnahmen). Die Tätigkeit außerhalb der Schweiz ist nicht beschränkt.
  • Geschäftsführung des Unternehmens soll ihren Sitz außerhalb der Schweiz haben.
  • Diese Unternehmungsart berechtigt nicht zum Grundstücksbesitz in der Schweiz.

Bei Übereinstimmung mit den obengenannten Anforderungen gilt der Betrieb als domiziliert und wird in aller Regel von der Kantonssteuerlast befreit (Die Bundessteuer beträgt 8.5 %). Für die kantonale Kapitalsteuer wird ein Vorzugssatz vorgesehen.

Administrative Betriebe

In dieser Kategorie sind die Betriebe erfasst, die in der Schweiz Dienstleistungen (wie Werbung, Marketing- und Verwaltungsdienstleistungen, finanzielle und technische Unterstützung) nur für die Filialen ihrer Auslandsfirmen und Tochterbetriebe erbringen. Betriebe dieser Art können in der Schweiz über ein Büro und Personal verfügen. Die Besteuerung erfolgt nach dem gleichen Prinzip, das auch für Domizilgesellschaften und gemischte Gesellschaften gilt. Eine Kapitalsteuer gibt es nicht.

Gemischte Gesellschaften

Gemischte Gesellschaften sind im Gegensatz zu Domizilgesellschaften nicht ausschließlich, sondern vorwiegend im Ausland tätig.

Betriebe von diesem Typ haben folgenden Anforderungen zu genügen:

  • Inhaber bzw. Inhaberfirma sind Ausländer.
  • Die Hauptgeschäfte des Unternehmens (Einnahmen müssen zumindest zu 80 % aus dem Ausland eingehen) werden außerhalb der Schweiz getätigt, wie, zum Beispiel, bei einem Handelsbetrieb, der ein Büro in der Schweiz hat, um von dort aus seine internationalen Transaktionen durchzuführen; ein solcher Betrieb treibt in der Schweiz keinen Handel oder der Handel wird auf ein Mindestmaß (bis zu maximal 20 %) beschränkt.
  • Eine Domizilgesellschaft kann Büros und Personal inner- und außerhalb der Schweiz haben.

Der im Ausland erzielte Reingewinn wird nur auf der Basis des Geschäftsumfanges in der Schweiz besteuert, d.h. je nachdem sind nur zwischen 10 % und 30 % des Gewinns des Auslandsgeschäfts zu besteuern. Der in der Schweiz erzielte Gewinn wird gemäss den üblichen Steuersätzen besteuert.

Holdinggesellschaften

Als eine besonders attraktive Betriebsform bietet sich für ausländische Unternehmer in der Schweiz die Holdinggesellschaft an. Als Holding gilt eine Unternehmung, die in ihrer Tätigkeit das Ziel verfolgt, langfristig andere Gesellschaften zu halten oder Vermögen zu verwalten, das hauptsächlich aus Aktien besteht. Dies hat folgende Konsequenzen: Der Beteiligungsgewinn (Dividenden, Ertrag des angelegten Kapitals etc.) muss mindestens 2/3 der allgemeinen Einnahmen betragen, oder der Beteiligungswert muss mindestens 2/3 des Wertes aller Aktivbestände betragen.

Folgende Betriebsformen sind zu unterscheiden:

  • Klassischer Holdingbetrieb
  • Betrieb mit Holdingelementen oder mit Beteiligungen an anderen Firmen

Gerade für die letztgenannte Betriebsform sind beträchtliche Steuervergünstigungen auf der Bundes- und Kantonebene vorgesehen. Bei einem klassischen Holdingbetrieb muss in der Regel keine Bundessteuer entrichtet werden. Dasselbe gilt für die Gewinnsteuer auf kantonaler und Gemeindeebene.

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